NRGkick als leistungsstarke mobile Ladeeinheit für E-Autos


#1

E-Autos erfreuen sich großer Beliebtheit, sind aber deutlich weniger flexibel als Standard Benziner. Häufig geraten Fahrer in die Misere, ihr Fahrzeug nicht wieder beladen zu können, weil es an schnellen Lademöglichkeiten fehlt. Um hier Abhilfe zu schaffen entwickelte NRGkick eine mobile Wallbox. Diese Wallbox in Form eines Kabels, lässt sich einfach an jede gewöhnliche Steckdose anschließen und garantiert so eine Ladung überall dort, wo es Strom gibt.


Dies ist ein Begleitthema zum ursprünglichen Beitrag unter https://www.homeandsmart.de/nrgkick

#2

Irgendwie kommt es mir beim Lesen des Artikels so vor, als ob man dem Laien erklären möchte, dass das Ladekabel 10-mal schneller lädt als das normale Notladekabel.
Diese Notladekabel sind faktisch mit Schukosteckern versehen und hier gibt es nun mal die Begrenzung von 3,6kW quasi per Definition (P = U x I)

Auch dieses Ladegerät wird an einer normalen Steckdose nicht mit mehr als 16A laden können - ergo: das Gerät lädt genauso langsam wie der handelsübliche Ladeziegel.

Weiterhin kann und darf ich nicht einfach ein 22kW-Lader beliebig anschließen und platzieren, da diese Meldepflichtig sind.

Ich denke hier wurde einfach nur ein Werbetext übernommen, ohne die Realität mit technischen Fakten zu betrachten.


#3

Kann Dein Posting nicht nachvollziehen… mit diesem Ladegerät kann man eben mit bis zu 22 kW laden; dass der Strom auch irgendwo herkommen muss, versteht sich doch von selbst. Dass die 22 kW nicht aus der Schukodose kommen, sollte auch auf der Hand liegen, zumal im Artikel ja auch steht, dass dies bei 32A und drei Phasen möglich ist.

Zudem: Die meisten Notladegeräte, die man zum eAuto dazubekommt, laden keineswegs mit 3,6 kW, soviel zu den Fakten ;-). In der Regel sind dort nur 8A möglich, da die Hersteller diese beschränken. Also gibt es auch beim “reinen” Schukoladen einen Unterschied.


#4

Mir geht es vielmehr darum, wie es bei möglichen Interessenten ankommt:
Ich kann doch nicht mit dem Kabel suggerieren, dass ich es pauschal überall einsetzen kann und es überall Vorteile bringt. Der normale Kunde weiß kaum was 3-Phasen sind geschweige denn die Ladeleistung.
Hier liegt dann auch der Hund begraben, was nützt einem das 3-phasige Kabel, wenn der Onboard-Lader nur 1- oder 2-phasiges Laden unterstützt.

Viele wissen nicht einmal, dass man das Auto überhaupt Zuhause laden kann - speziell diesen Leute denken dann vermutlich, dass sie mit dem Kabel schneller laden können. Hier braucht man sich nur mal auf einem Parkplatz stellen und irgendwie kommen die Leute immer und fragen einen wie das alles überhaupt funktioniert: “Wo kann ich so ein Auto denn überhaupt aufladen?!?”

Wer Zuhause eine CEE-Dose hat, kann diese auch mit einem günstigeren Adapter nutzen - das macht für mich dann mehr Sinn. An öffentlichen Säulen ist ein normales, entsprechend der Ladeleistung codiertes Kabel vom Handling her einfacher als eine permanente Verwendung von Adaptern.

Das sind meine Erfahrungen mit Kabeln, Heimlademöglichkeiten und Fragen durch Passanten über einen Zeitraum von knapp 7 Jahren Elektromobilität. Hier kann mich ein 700€ Kabel einfach nicht überzeugen.
Das ist ähnlich unpraktikabel wie ein Ubitricity-kabel.

Wie gesagt - alles nur meine subjekte Meinung basierend auf Erfahrungen :slight_smile:
PS: mein "Uralt-Original-Ladeziegel schafft sogar 10A