Sind Elektroautos wirklich umweltfreundlicher?


#1

Verbrennungsmotoren geben Treibstoffgase ab, E-Autos sind emissionslos – so ganz stimmt diese Pauschalisierung nicht. Je nach Akkukapazität und Stromquelle sind die scheinbar umweltfreundlicheren Elektrofahrzeuge auch kleine Klimasünder. Wir klären auf, wie hoch die CO2-Belastung von Elektroautos bedingt durch Herstellung und Betrieb tatsächlich ist.


Dies ist ein Begleitthema zum ursprünglichen Beitrag unter https://www.homeandsmart.de/elektroauto-co2-bilanz

#2

Tja, man hörte immer viel über dieses Thema. Durch eine erweiterte Energiepolitik können wir diese Frage wohl bald beiseite legen. Auch wenn die Akku-Produktion ins Gewicht fällt, fährt es sich mit einem E-Auto vom Gefühl her besser.


#3

Hallo, so ganz ist diese Darstellung im Artikel auch nicht richtig:

Zunächst einmal kann ein -lokal emmisionsloses- Elektroauto nichts dafür, dass der Umstieg auf nachhaltige Energie u.a. mittels Photovoltaik und Windkraft in Deutschland nicht so richtig vorankommt oder besser gesagt, von unserer Politik eingebremst wird. Oder die Laufzeit von Kernkraftwerken und Kohleförderung abermals verlängert wurden. Insofern sind Aussagen wie "scheinbar umweltfreundlicheren Elektrofahrzeuge sowie “auch kleine Klimasünder” beim unbedarften und nicht im Detail informierten Leser irreführend. Für den miesen „Strom-Mix“ kann ein Elektroauto zunächst einmal gar nichts!

Darüber hinaus ist es auch verkehrt, einem Elektroauto die Herstellung seines Akkus mit soundsoviel Tonnen CO2 anzulasten, " bevor das Elektroauto also auch nur einen Meter gefahren ist…". Denn im gleichen Atemzug müsste man dann jedem Verbrenner-Fahrzeug (gleichgültig, ob Benzin- oder Diesel oder die in letzter Zeit so gelobten Gas-Fahrzeuge) ebenfalls die Herstellung deren Haupt-Aggregate, welche ein Elektro-Fahrzeug überhaupt nicht hat, mit den entsprechenden Tonnen CO2 aufzubürden. Hier sei im wesentlichen der extrem komplexere Motor (etwa 10-mal so viele Bauteile beim Verbrenner wie beim Elektro), die Kupplung, das extrem komplexe Getriebe, die Einspritzanlage, die Auspuffanlage, Kraftstoff-Tank und -pumpe u.v.m.

Elektrofahrzeugen werden nämlich gerne der Strommix und auch die Herstellung des Stroms sowie die bei der Akku-Herstellung entstehenden CO2 angelastet (wie in Ihrem Artikel) und dann lediglich mit den CO2-Werten der Verbrenner verglichen, was bei letztgenannten hinten am Auspuff herauskommt - oder eher noch die bisher bekannten und gefakten Prüfstandswerte - nicht die REAL-Werte! Was gerne verschwiegen wird: die Emissionen, welche bei der Rohöl-Bohrung sowie -Förderung, Pipeline- und/oder Schiffstransport, Raffinerie und Transport bis zur Tankstelle sowie bei der Herstellung nicht-Elektroauto-spezifischer Verbrenner-Teile (siehe oben) entsteht.

Es gibt inzwischen renommierte Forschungen, welche aufzeigen, dass das Elektroauto bei weitem nicht so umweltbelastend ist, wie ihm gerne angehängt wird (oft initiiert durch Lobbyisten der großen Verbrenner-Autokonzerne).

Und zu guter letzt: gerade der in Deutschland so gefürchtete amerikanische Elektroauto-Hersteller (Sie wissen schon wenn ich meine) hat bereits im Februar diesen Jahres begonnen, das komplette Dach seiner Giga-Factory mit einer Photovoltaik-Anlage zu bestücken. Dieses Gebäude wird das größte Gebäude der Welt und die autarke sowie nachhaltige eigene Stromversorgung die Akkus klimaneutral herstellen. Jetzt wird es nur noch Zeit, auch in D die Energiewende politisch gewollt, WIRKLICH voranzubringen. Können Sie dazu beitragen?